SVP Ermatingen – Salenstein setzt sich gegen die Aushebelung des Bürgerwillens auf dem Verordnungsweg ein, fordert Effizienz bei Baubewilligungen und begrüsst alle Kandidaturen für die Schulbehörden
Die SVP Ermatingen – Salenstein hat an ihrer Mitgliederversammlung vom 2. April im Seehotel Schiff klare politische Akzente gesetzt. Neben den ordentlichen Geschäften standen insbesondere die Kritik am Umgang mit Tempo 30 (vgl. frühere Medienberichterstattung), an der aktuellen Baukommission sowie die Kandidaturen für die anstehenden Wahlen in die Schulbehörden im Fokus.
Die statutarischen Traktanden wurden zügig behandelt und allesamt einstimmig genehmigt. Die Partei präsentiert sich finanziell stabil, die Mitgliederzahl bleibt konstant.
Für Diskussionen sorgten insbesondere die Einführung von Tempo 30 auf dem Verordnungsweg sowie die Baukommission Ermatingen. Letztere ist im Vergleich zu anderen Gemeinden zu teuer, einseitig mit externen «Experten» besetzt und befasst sich teilweise mit Themen, die über das übliche Mandat einer Gemeinde hinausgehen. Gefordert werden mehr Kosteneffizienz, eine klare Definition der Aufgaben sowie eine schlankere personelle Zusammensetzung mit praxisnahen Vertretern aus Ermatingen.
Im Hinblick auf die Wahlen für die Schulbehörden sprach sich die Versammlung für die Unterstützung der Kandidaturen von Stefan Winiger, Georg Felber und Anna Schmidt aus. Unabhängig von deren aktueller oder früherer Parteizugehörigkeit wird das Engagement dieser Persönlichkeiten, die sich unter anspruchsvollen Rahmenbedingungen zur Verfügung stellen, begrüsst. Entscheidend sind Kompetenz, gesunder Menschenverstand und Einsatz für eine rasche Lösung zugunsten der ganzen Gemeinde.
Zum Abschluss orientierte Kantonsrat Oliver Martin über aktuelle Geschäfte im Grossen Rat, darunter die geplanten Sparmassnahmen sowie laufende politische Vorstösse. Er betonte die Bedeutung der Abstimmung zur Nachhaltigkeitsinitiative vom 14. Juni und rief die Anwesenden dazu auf, sich auch auf lokaler Ebene aktiv einzubringen.